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Neudorf
Diemelstadt
,,das Nigge dorff vor dem Uhrhauenberghe".
Schützengesellschaft 1803 eV
Geschichte der Schützengesellschaft Neudorf Das Schützenwesen in unserem Waldecker Land kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Dabei bleiben die unmittelbaren Anfänge oft im Dunkeln. da entsprechende Überlieferungen fehlen. Keimzellen der Schützenvereine lassen sich zurückverfolgen bis in die Zeit des 30-jährigen Krieges,  als eine Art bewaffneter Wachdienst  (Bürgerwehr) von den Landesherren auch für die Landgemeinden angeordnet wurde, was zum Zweck hatte, in Kriegszeiten einerseits wehrfähige Männer zur Verteidigung zu haben und andererseits die Bevölkerung und Eigentum der Gemeinden vor Überfällen zu schützen. Der erste Hinweis auf eine bewaffnete Bürgerwehr in Neudorf liefern die Schriften des damaligen Rhoder Pfarrers Zacharias Wahl, der in seinen Aufzeichnungen: "Index rerum memora bilium" in mehreren Passagen über Neudorfer Wehrtätigkeit berichtete: "Dienstag, 26. Juni 1632 sind etliche Reutter ins newe Dorff gefallen, die pferde zu nehmen, welchen die hausleute sich wiedersetzet, mit ihren Büchsen, uff Justi Tepels behausung sich salvieret, einen Reutter vom pferde geschossen, sindt aber drey Personen van den hausleuten wiederum blieben, haben aber ich Viehe behalten. 13. 2. 1634: Als sie nachher Mengeringhausen zogen, ritte ein trupp ab nach dem braunen Walde, da sich uss der Sand Kaul die Helmighausischen und Newdörfischen Schützen uffhielten. 1647: pridi adventus, war 27.9. brs. Haben die Kays. Aus Paderborn die pferde zu helmighausen und new Dorff wegen nachsendiger Contribution weg genommen. das andere Viehe ist ihnen wider abgejagt, welches sie sonst auch gehapt, also wirdt diese Grafschaft itzo mitt zwey scharfen ruthen ohne barmherzigkeit gesteupert.“ Im Salbuch des Amtes Eilhausen von 1733 wird Gelände als "Schützenland und Schützenwiëse" in Größe von je einem Morgen ausgewiesen. Eine weitere Aufgabe der Schützenvereine war es, die Grenzen zu den Nachbarorten festzulegen und auftretende Streitigkeiten zur regeln. Aus diesen Gründen wurden jährlich "Schnadezüge durchgeführt. bei denen Grenzmarken in markante Bäume geschnitzt und durch Steine kenntlich gemacht wurden. Als Beweis dient die Urkunde vom 1 7. Juni 1 756. in der der Richter und Vorsteher von Helmighausen,  Johannes Rüntermund, in einem Schreiben an seinen Neudorfer Amtskollegen vorschlägt, „die Streitigkeiten wegen des Steines in Krantzes  Wiese" in Anwesenheit der Schützengesellschaft  „ein Vergleich getroffen und unsere Streitigkeit gebrochen werden soll".
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